Orange the world

Der 25. November ist der Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Es ist unvorstellbar, aber jede 4. Frau erlebt sexuelle / körperliche Gewalt in ihrem Leben. Häufig – in den allermeisten Fällen – vom eigenen Partner. Die Frauen haben in der Gesellschaft oft keine Stimme, vielen Außenstehenden ist gar nicht klar, was hinter einer intakten Fassade manchmal los ist.

Ich bin seit Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Frauennotruf Hof. Wir unterstützen Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind. Wir gehen mit bei Behördengängen oder zum Gericht, wir hören zu, wir stellen Kontakt zu Frauenhäusern her und wir haben selbst eine Schutzwohnung, in der eine betroffene Frau erstmal zur Ruhe kommen kann.

Wäre diese Mitarbeit auch etwas für Sie?
Es sind Telefondienste an Wochenenden und Feiertagen. Da wir ein Team von Frauen sind verteilt sich die Arbeit auf viele Schultern. Aber wir freuen uns immer über Verstärkung.

In den nächsten Tagen finden verschiedene Aktionen rund um die Farbe orange statt. Unter dem Titel “Orange the world” wird aufmerksam gemacht auf die Gewalt gegen Frauen. Und es findet viel statt, was einerseits das Thema als Ganzes in den Fokus nimmt, andererseits den betroffenen Frauen auch zeigen soll, dass es Anlaufstellen und Ansprechpartner gibt. Sie stehen nicht alleine da. Und sie sind kein Einzelfall.
Halten Sie einfach die Augen offen nach allem, was orange ist.

Hilfe ist oft nur einen Anruf entfernt.

In Hof beim Frauennotruf zum Beispiel unter: 09281 77677

Nahrung

Gerade sitze ich hier und lese in einer Ausgabe von “Gehirn und Geist” (Spektrum der Wissenschaft) über die Dankbarkeit.
Da haben Forschungen gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit einüben und so einen anderen Blick auf ihr Leben bekommen, weniger anfällig für Depressionen, Burn-out oder Sucht sind.

Spannend!

Ich frage mich, womit wir unser Denken füttern?
Klagen und Jammern über die aktuellen Einschränkungen – oder Dankbarkeit für das, was noch geht?
Motzen über jede Kleinigkeit, die nicht so läuft, wie ich es möchte – oder Dankbarkeit für alles, was ich jeden Tag genießen kann?

Ist das Glas bei dir halb voll oder halb leer? Im Glas wird immer gleich viel drin sein – aber eine Wahrnehmung wird dir gut tun – die andere dich unzufrieden machen. Deine Sicht der Dinge ändert die Dinge nicht – aber sie ändert deine Interpretation der Dinge und damit auch dich. Trau dich, positiv zu sein!

Jeder von uns entscheidet jeden Tag, womit er sein Denken füllt – womit er sein Hirn füttert… Manches davon tut uns als Menschen gut – anderes nicht.

Interessanterweise scheint sich die halbe Menschheit immerzu mit der Frage zu beschäftigen, welche Nahrung sie zu sich nimmt. Da ist die Rede von “Low Carb”, “Low Fat”, “No sugar”, “Kein Essen nach 18 Uhr”, “vegan”, “Intervallfasten”, “Trennkost” und natürlich tausend Diäten, die die Zeitschriften füllen und offensichtlich ständig wieder gekauft werden.

Warum beschäftigen sich aber nur so wenige damit, womit sie ihr Denken füttern? Das scheint so vielen Leuten völlig egal zu sein. Und das ist fatal!

Nachrichten gleich morgens noch im Halbschlaf? Hör ich mir nicht mehr an! Eine Nachrichtensendung am Tag reicht aus.
Nachrichten-Feed auf´s Handy? Abbestellt. Ich muss nicht jede Horror-Nachricht von irgendwo auf der Welt sofort lesen.
Mecker-Forum im Internet? Endlose sinnbefreite Kommentare lesen? Nö. Nicht mit mir.

Ich entscheide mich für die Dankbarkeit. Das ist gesünder. Und es gibt täglich endlosen Grund zum Danken.

Wie entscheidest du dich?


Ich sehe was, was du nicht siehst!

Was sehen Sie hier?

Die meisten werden sagen: “Ein weißes Blatt Papier.”
Manche fügen vielleicht noch: “Auf einem Holzuntergrund.” hinzu.

Die Antwort passt. Und das war auch ganz einfach.

Was sehen Sie hier?

Hier wird es spannend.

Gehören Sie zu den Leuten, die antworten: “Einen schwarzen Punkt.”?
Dann möchte ich – gerade und besonders heute und morgen – daran erinnern, dass das weiße Papier immer noch da ist. Ja, da ist ein schwarzer Punkt. Aber das ist ja nicht alles. Das Papier ist da, es ist weiß und es ist sehr viel größer als der Punkt.
Unser Blick wird allerdings unweigerlich auf den Punkt gezogen. Wir konzentrieren uns darauf. Wir filtern das vermeintlich Wichtigste heraus und verbalisieren das: “Da ist ein schwarzer Punkt.”.

Warum ist das gerade heute so wichtig?
Weil die ersten Kinder heute schon Zeugnisse bekommen haben. Alle anderen ziehen morgen nach – in Bayern.
Vielleicht steht im Zeugnis eine 5 in Mathe. Vielleicht, dass das Kind nicht in die nächste Klasse vorrücken kann. Vielleicht, dass es sehr stört. Oder vielleicht, dass es nie Hausaufgaben macht. Vielleicht, dass 5 Verweise in einem Jahr etwas viel sind. Oder vielleicht auch tausend andere Dinge.

Das alles sind die oben erwähnten schwarzen Punkte.
Es gibt sie – sie sind auffallend – sie stören uns – und unser Blick wird zwangsweise darauf gelenkt.

Aber bitte erinnern Sie sich daran:
Da ist immer noch der Rest des Papiers!
Ihr Kind ist sooo viel mehr als die 5 in Mathe, sooo viel mehr als das Stören, die Verweise oder das Vorrücken in eine andere Klasse.
Vielleicht ist es hilfsbereit. Vielleicht neugierig. Vielleicht wissbegierig. Vielleicht sportlich. Vielleicht an besonderen Themen interessiert. Vielleicht ein Familienmensch. Vielleicht ein guter Leser. Und vielleicht tausend andere Sachen.

Bitte konzentrieren Sie sich bei dem Zeugnis nicht auf den schwarzen Punkt.

Achten Sie viel mehr auf das weiße Papier drumrum 🙂
Umarmen Sie ihr Kind (solang es das erlaubt sollten wir Eltern es tun und uns darüber freuen), loben Sie es für etwas, das es gut kann oder noch besser dafür, wie es ist.

Manche werden sich aber auch denken:
“Ja, ich hab oben schon gleich gesagt, dass da ein weißes Papier mit kleinem schwarzen Punkt ist.”

Super – weitermachen!

Logopädie

Logopädie macht vor allem eines: Spaß!

Logopädie ist ein Heilmittel. Es wird vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt.
Wenn Sie vom Arzt ein Rezept für Logopädie erhalten haben, dann zögern Sie nicht, einen Termin zu vereinbaren. Das Rezept ist nur zwei Wochen lang „haltbar“.
Als Logopädin behandle ich momentan:

  • Aussprachestörungen, z.B. das berühmte „Lispeln“
  • Störungen der Mundmotorik, z.B. wenn der Mund immer geöffnet ist
  • Sprachentwicklungsstörungen, z.B. wenn der Wortschatz oder die Grammatik nicht altersgerecht entwickelt sind
  • Stottern
  • Sprech- und Sprachstörungen nach einem Schlaganfall, z.B. Sprechapraxien oder Wortfindungsstörungen
  • Beeinträchtigungen der Sprache bei chronischen Krankheiten, z.B. Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose
  • Sprachstörungen bei geistiger Behinderung

Sie sehen wie vielfältig meine Arbeit ist. Meistens finden die Therapien in der Sprechbar Naila statt. Sollten sie aber den Bedarf haben und der Arzt es verordnen, besuche ich sie zur Therapie auch zu Hause.

Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten erreichen Sie mich am besten per Mail unter logo@sprechbar-naila.de

oder telefonisch 09282 978777

Hochbegabung

Kleine Herausforderung

Hochbegabte sind immer matheliebende, schachspielende Nerds mit dicken Brillen.
Hochbegabte sind sozial schwach und haben grundsätzlich keine Freunde.
Hochbegabte sind ständig unterfordert und fallen dann in der Schule negativ auf.
Hochbegabte lernen Chinesisch in zwei Wochen.
Hochbegabte können mit vier Jahren lesen und schreiben.
Hochbegabte sind Spaßbremsen.

Die Liste könnte ich seitenweise fortsetzen.

Einiges davon stimmt.
Ja – es gibt die Schachliebhaber und Sprachbegabten.
Ja – manche tun sich in der Schule und mit Freunden schwer.

Aber im Grund genommen sind Hochbegabte ganz normale Menschen. Mit ganz normalen Wünschen, Stärken und Schwächen. Aber eben mit einem IQ über 130.

Ihre Denkstruktur ist aber häufig anders.
Die Auffassungsgabe ist manchmal höher, die Fähigkeit, Muster und Strukturen zu erkennen ist stärker ausgeprägt, die Neugier, Neues zu lernen und alles zu hinterfragen ist da.

Hochbegabte stellen oft viele Fragen.

Man braucht sich nicht wünschen, dass das eigene Kind hochbegabt ist. Man sollte es sich nicht einreden. Es ist nicht so, dass man es mit einem hohen IQ im Leben grundsätzlich leichter hat.

Aber wenn ein Kind hochbegabt ist, dann sollte man mit ihm so umgehen, dass das Kind in sein Denken hineinwachsen kann.
Ohne Angst – ohne Vorurteile – ohne Tabus.
Kein „Darüber redet man nicht!“ „Du bist halt anders als andere – ich erklär dir das später!“
Sondern klar und souverän. Die Kinder merken selbst, dass sie anders „ticken“ als Gleichaltrige.

Wer Fragen dazu hat oder Beratung für / mit seinem Kind braucht, der kann mich gerne anschreiben und mal in der Sprechbar vorbeikommen.