Therapiespiele

Als Logopädin mit eigener Praxis arbeite ich häufig mit Kindern im Vorschulalter. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kinder Spaß haben und gerne zu mir kommen.

Wir alle wissen, dass wir besser und leichter lernen, wenn uns der Lernstoff Spaß macht, die Vermittlung unterhaltsam ist und kein negativer Druck aufgebaut wird. Das ist in der Logopädie mit Kindern (übrigens mit allen Patienten!) ganz genauso.

Deshalb ist es mir wichtig, immer wieder neue Bilder zu verwenden, um einen bestimmten Laut zu üben. Oder Spiele so abzuwandeln, dass sie dem Kind Spaß machen. In jeder Therapiestunde muss mindestens einmal gelacht werden – sonst läuft was falsch.

Jeder Logopäde hat im Lauf seiner Tätigkeit einen ganzen Haufen an Spielen, Spielideen, Selbstgebasteltem und Bildmaterial angesammelt und arbeitet gut damit. Vor einiger Zeit haben mein Mann und ich damit begonnen, in unserer eigenen Firma DeHa-Software auch Therapiematerial zu entwickeln und im Eigenverlag zu vertreiben.

So sind in den letzten Jahren über 650 Bilder entstanden zu elf Ziellauten, die die Grundlage bilden für unser Therapiematerial.

Es gibt die LogoWorx-Arbeitshefte zu den Lauten SCH, S+, S-, G, K und CH1. In diesen Heften wird der jeweilige Ziellaut von der auditiven Wahrnehmung bis zur gelenkten Spontansprache geübt. Es gibt insgesamt 29 Arbeitsblätter, die praxisintern kopiert werden dürfen. Lautanalyse, Lautdiskrimination, und die Artikulation mit Laut-, Silben- und Wortebene sind ebenso vertreten wie Spielideen zur Satzebene und zur gelenkten Spontansprache.

Die LogoCards-Spielkarten sind erhältlich zu den Lauten SCH, G, K, CH1 und CH2. In jedem Kartenset sind 50 Bilder zum Ziellaut enthalten. Auf jeder Karte ist neben dem Bild auch die Silbenstruktur abgebildet und die Wortbetonung angegeben. Der Renner der Karten ist aber die Zauberlupe, die mitgeliefert wird. Die Position des Ziellautes im Wort und die Rechtschreibung kann so vom Kind selbst kontrolliert werden.

Und auch in der logopädischen Therapie zieht immer häufiger die “Moderne” ein. Apps und Spiele am PC motivieren die Kinder zum regelmäßigen Üben und Vertiefen.

Bei DeHa-Software sind bisher die Apps LogoSort und LogoSearch erschienen. Beide Apps gehören in den Bereich der phonologischen Bewusstheit. Bei LogoSort soll die Position des Ziellautes im Wort erkannt werden. Bei LogoSearch soll herausgehört werden, ob der Ziellaut in einem vorgesprochenen Wort enthalten ist oder nicht. Beide Apps sind bewusst einfach gehalten, damit Kinder gut damit umgehen können. Man muss auch nicht ein großes Paket kaufen, sondern kann gezielt den Laut auswählen, den ein Kind gerade übt.
Beide Apps sind für Android-Geräte im App-Store erhältlich.

Weitere Hefte (z.B. zum Bereich Phonologie) und Apps sind in Arbeit. Unser Angebot wächst immer weiter und wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen, die wir bereits von sehr vielen Logopäden erhalten haben.

Wer als Logopäde oder Sprachtherapeut tätig ist – oder mit seinem Kind zum Logopäden geht – ist herzlich eingeladen, unser Material unter die Lupe zu nehmen unter

www.TherapieSpiele.com


A g´sunds Neis

Heute ist der 4. Januar 2021.
Dieses neue Jahr ist schon wieder fast 4 Tage alt. Aber 361 Tage liegen noch vor uns. Wie weiße Seiten in einem unbeschriebenen Buch. Niemand weiß, was sie bringen werden. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass 2020 so sein würde wie es dann war?

Auch dieses neue Jahr beginnt anders, als wir uns gewünscht haben. Einschränkungen bleiben bestehen, Schulen und Kindergärten bleiben womöglich länger geschlossen als gedacht, Treffen sind weiterhin nur sehr begrenzt möglich.

Vieles können wir nicht beeinflussen. Wir müssen es so hinnehmen, wie es ist.

Aber Vieles liegt eben auch in unseren Händen.
Wir können weiterhin unser Leben gestalten. Jeden Tag müssen Entscheidungen getroffen werden – alltägliche und auch große und außergewöhnliche. Mancher steckt vielleicht in Beziehungsproblemen und muss sich täglich entscheiden, wie es weitergehen soll. Ein anderer fängt gerade bei einer neuen Arbeitsstelle an, hört bei der alten auf oder sucht eine Arbeit. Wieder ein anderer zieht um oder richtet sich gerade ein. Manche werden Eltern. Andere müssen sich von ihren Eltern verabschieden.

Die Welt dreht sich weiter – und unser Leben geht weiter. Die unbeschriebenen Seiten des Buches 2021 liegen vor uns. Jeden Tag werden Zeilen reingeschrieben. Es liegt an uns, wie sehr wir aktiv mitschreiben oder wie sehr andere zum Autor unseres Buches werden.

Ich wünsche Ihnen von Herzen “a g´sunds neis!” – also ein gesundes neues Jahr. Aber auch ein Jahr, in dem sie Akteur bleiben, aktiv bleiben und jeden Tag neu eine Seite in Ihrem persönlichen Buch beschreiben.

Wenn Sie Unterstützung brauchen, weil zu viele Fragen auf einmal aufkommen, oder weil eine unlösbar scheint, dann erreichen Sie mich weiterhin in der Sprechbar Naila.


Lockdown?!

Ab Mittwoch, 16.12.2020, wird wieder sehr viel heruntergefahren.

Die Sprechhbar Naila ist von dem Lockdown nicht betroffen. Besuche bei Therapeuten – also auch bei Logopäden – sind weiterhin erlaubt.
Allerdings bin ich nur noch in dieser Woche in der Sprechbar erreichbar. Danach gehe ich mit meiner Familie in den Weihnachtsurlaub.

Ich danke allen Klienten und Patienten für das gute Miteinander in diesem Jahr.
Ich danke allen Kindern für ihr Lachen in diesen vier Wänden.
Ich danke allen Ärzten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ihnen allen wünsche ich von Herzen eine gesegnete Weihnachtszeit. Vieles wird in diesem Jahr anders sein als sonst. Das ist klar. Aber es liegt in unseren Händen, wie wir die Zeit gestalten und miteinander erleben.

Wir nehmen uns an Silvester als Familie die Zeit, auf 2020 zurückzublicken. Aber mit dem Fokus auf allem, was schön war, was uns gefreut hat, wofür wir dankbar sind. Das ganze Jahr über haben wir dafür schon Zettel in unserem “Danke-Glas” gesammelt. Immer, wenn etwas schön war, haben wir es notiert und in das Glas geworfen. Und wir beenden dieses außergewöhnliche Jahr voller Dankbarkeit und mit ganz vielen: “Weißt du noch…?!” – “Ja! Das war cool!…”

Vielleicht wäre das auch was für Sie?

Ich freue mich auf viele neue Kontakte im neuen Jahr. Auf das Trappeln der Kinderfüße. Auf Spiele spielen. Auf Gespräche führen. Auf Lachen und Spaß. Auf Zuhören.

Auf SIE!

Bleiben Sie gesund

Orange the world

Der 25. November ist der Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Es ist unvorstellbar, aber jede 4. Frau erlebt sexuelle / körperliche Gewalt in ihrem Leben. Häufig – in den allermeisten Fällen – vom eigenen Partner. Die Frauen haben in der Gesellschaft oft keine Stimme, vielen Außenstehenden ist gar nicht klar, was hinter einer intakten Fassade manchmal los ist.

Ich bin seit Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Frauennotruf Hof. Wir unterstützen Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind. Wir gehen mit bei Behördengängen oder zum Gericht, wir hören zu, wir stellen Kontakt zu Frauenhäusern her und wir haben selbst eine Schutzwohnung, in der eine betroffene Frau erstmal zur Ruhe kommen kann.

Wäre diese Mitarbeit auch etwas für Sie?
Es sind Telefondienste an Wochenenden und Feiertagen. Da wir ein Team von Frauen sind verteilt sich die Arbeit auf viele Schultern. Aber wir freuen uns immer über Verstärkung.

In den nächsten Tagen finden verschiedene Aktionen rund um die Farbe orange statt. Unter dem Titel “Orange the world” wird aufmerksam gemacht auf die Gewalt gegen Frauen. Und es findet viel statt, was einerseits das Thema als Ganzes in den Fokus nimmt, andererseits den betroffenen Frauen auch zeigen soll, dass es Anlaufstellen und Ansprechpartner gibt. Sie stehen nicht alleine da. Und sie sind kein Einzelfall.
Halten Sie einfach die Augen offen nach allem, was orange ist.

Hilfe ist oft nur einen Anruf entfernt.

In Hof beim Frauennotruf zum Beispiel unter: 09281 77677

Nahrung

Gerade sitze ich hier und lese in einer Ausgabe von “Gehirn und Geist” (Spektrum der Wissenschaft) über die Dankbarkeit.
Da haben Forschungen gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit einüben und so einen anderen Blick auf ihr Leben bekommen, weniger anfällig für Depressionen, Burn-out oder Sucht sind.

Spannend!

Ich frage mich, womit wir unser Denken füttern?
Klagen und Jammern über die aktuellen Einschränkungen – oder Dankbarkeit für das, was noch geht?
Motzen über jede Kleinigkeit, die nicht so läuft, wie ich es möchte – oder Dankbarkeit für alles, was ich jeden Tag genießen kann?

Ist das Glas bei dir halb voll oder halb leer? Im Glas wird immer gleich viel drin sein – aber eine Wahrnehmung wird dir gut tun – die andere dich unzufrieden machen. Deine Sicht der Dinge ändert die Dinge nicht – aber sie ändert deine Interpretation der Dinge und damit auch dich. Trau dich, positiv zu sein!

Jeder von uns entscheidet jeden Tag, womit er sein Denken füllt – womit er sein Hirn füttert… Manches davon tut uns als Menschen gut – anderes nicht.

Interessanterweise scheint sich die halbe Menschheit immerzu mit der Frage zu beschäftigen, welche Nahrung sie zu sich nimmt. Da ist die Rede von “Low Carb”, “Low Fat”, “No sugar”, “Kein Essen nach 18 Uhr”, “vegan”, “Intervallfasten”, “Trennkost” und natürlich tausend Diäten, die die Zeitschriften füllen und offensichtlich ständig wieder gekauft werden.

Warum beschäftigen sich aber nur so wenige damit, womit sie ihr Denken füttern? Das scheint so vielen Leuten völlig egal zu sein. Und das ist fatal!

Nachrichten gleich morgens noch im Halbschlaf? Hör ich mir nicht mehr an! Eine Nachrichtensendung am Tag reicht aus.
Nachrichten-Feed auf´s Handy? Abbestellt. Ich muss nicht jede Horror-Nachricht von irgendwo auf der Welt sofort lesen.
Mecker-Forum im Internet? Endlose sinnbefreite Kommentare lesen? Nö. Nicht mit mir.

Ich entscheide mich für die Dankbarkeit. Das ist gesünder. Und es gibt täglich endlosen Grund zum Danken.

Wie entscheidest du dich?


Ich sehe was, was du nicht siehst!

Was sehen Sie hier?

Die meisten werden sagen: “Ein weißes Blatt Papier.”
Manche fügen vielleicht noch: “Auf einem Holzuntergrund.” hinzu.

Die Antwort passt. Und das war auch ganz einfach.

Was sehen Sie hier?

Hier wird es spannend.

Gehören Sie zu den Leuten, die antworten: “Einen schwarzen Punkt.”?
Dann möchte ich – gerade und besonders heute und morgen – daran erinnern, dass das weiße Papier immer noch da ist. Ja, da ist ein schwarzer Punkt. Aber das ist ja nicht alles. Das Papier ist da, es ist weiß und es ist sehr viel größer als der Punkt.
Unser Blick wird allerdings unweigerlich auf den Punkt gezogen. Wir konzentrieren uns darauf. Wir filtern das vermeintlich Wichtigste heraus und verbalisieren das: “Da ist ein schwarzer Punkt.”.

Warum ist das gerade heute so wichtig?
Weil die ersten Kinder heute schon Zeugnisse bekommen haben. Alle anderen ziehen morgen nach – in Bayern.
Vielleicht steht im Zeugnis eine 5 in Mathe. Vielleicht, dass das Kind nicht in die nächste Klasse vorrücken kann. Vielleicht, dass es sehr stört. Oder vielleicht, dass es nie Hausaufgaben macht. Vielleicht, dass 5 Verweise in einem Jahr etwas viel sind. Oder vielleicht auch tausend andere Dinge.

Das alles sind die oben erwähnten schwarzen Punkte.
Es gibt sie – sie sind auffallend – sie stören uns – und unser Blick wird zwangsweise darauf gelenkt.

Aber bitte erinnern Sie sich daran:
Da ist immer noch der Rest des Papiers!
Ihr Kind ist sooo viel mehr als die 5 in Mathe, sooo viel mehr als das Stören, die Verweise oder das Vorrücken in eine andere Klasse.
Vielleicht ist es hilfsbereit. Vielleicht neugierig. Vielleicht wissbegierig. Vielleicht sportlich. Vielleicht an besonderen Themen interessiert. Vielleicht ein Familienmensch. Vielleicht ein guter Leser. Und vielleicht tausend andere Sachen.

Bitte konzentrieren Sie sich bei dem Zeugnis nicht auf den schwarzen Punkt.

Achten Sie viel mehr auf das weiße Papier drumrum 🙂
Umarmen Sie ihr Kind (solang es das erlaubt sollten wir Eltern es tun und uns darüber freuen), loben Sie es für etwas, das es gut kann oder noch besser dafür, wie es ist.

Manche werden sich aber auch denken:
“Ja, ich hab oben schon gleich gesagt, dass da ein weißes Papier mit kleinem schwarzen Punkt ist.”

Super – weitermachen!

Logopädie

Logopädie macht vor allem eines: Spaß!

Logopädie ist ein Heilmittel. Es wird vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt.
Wenn Sie vom Arzt ein Rezept für Logopädie erhalten haben, dann zögern Sie nicht, einen Termin zu vereinbaren. Das Rezept ist nur zwei Wochen lang „haltbar“.
Als Logopädin behandle ich momentan:

  • Aussprachestörungen, z.B. das berühmte „Lispeln“
  • Störungen der Mundmotorik, z.B. wenn der Mund immer geöffnet ist
  • Sprachentwicklungsstörungen, z.B. wenn der Wortschatz oder die Grammatik nicht altersgerecht entwickelt sind
  • Stottern
  • Sprech- und Sprachstörungen nach einem Schlaganfall, z.B. Sprechapraxien oder Wortfindungsstörungen
  • Beeinträchtigungen der Sprache bei chronischen Krankheiten, z.B. Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose
  • Sprachstörungen bei geistiger Behinderung

Sie sehen wie vielfältig meine Arbeit ist. Meistens finden die Therapien in der Sprechbar Naila statt. Sollten sie aber den Bedarf haben und der Arzt es verordnen, besuche ich sie zur Therapie auch zu Hause.

Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten erreichen Sie mich am besten per Mail unter logo@sprechbar-naila.de

oder telefonisch 09282 978777

Hochbegabung

Kleine Herausforderung

Hochbegabte sind immer matheliebende, schachspielende Nerds mit dicken Brillen.
Hochbegabte sind sozial schwach und haben grundsätzlich keine Freunde.
Hochbegabte sind ständig unterfordert und fallen dann in der Schule negativ auf.
Hochbegabte lernen Chinesisch in zwei Wochen.
Hochbegabte können mit vier Jahren lesen und schreiben.
Hochbegabte sind Spaßbremsen.

Die Liste könnte ich seitenweise fortsetzen.

Einiges davon stimmt.
Ja – es gibt die Schachliebhaber und Sprachbegabten.
Ja – manche tun sich in der Schule und mit Freunden schwer.

Aber im Grund genommen sind Hochbegabte ganz normale Menschen. Mit ganz normalen Wünschen, Stärken und Schwächen. Aber eben mit einem IQ über 130.

Ihre Denkstruktur ist aber häufig anders.
Die Auffassungsgabe ist manchmal höher, die Fähigkeit, Muster und Strukturen zu erkennen ist stärker ausgeprägt, die Neugier, Neues zu lernen und alles zu hinterfragen ist da.

Hochbegabte stellen oft viele Fragen.

Man braucht sich nicht wünschen, dass das eigene Kind hochbegabt ist. Man sollte es sich nicht einreden. Es ist nicht so, dass man es mit einem hohen IQ im Leben grundsätzlich leichter hat.

Aber wenn ein Kind hochbegabt ist, dann sollte man mit ihm so umgehen, dass das Kind in sein Denken hineinwachsen kann.
Ohne Angst – ohne Vorurteile – ohne Tabus.
Kein „Darüber redet man nicht!“ „Du bist halt anders als andere – ich erklär dir das später!“
Sondern klar und souverän. Die Kinder merken selbst, dass sie anders „ticken“ als Gleichaltrige.

Wer Fragen dazu hat oder Beratung für / mit seinem Kind braucht, der kann mich gerne anschreiben und mal in der Sprechbar vorbeikommen.